Virtuelle Galerie

Anton Fercher

1956 geboren in Lainach, Rangersdorf
1967-76 Bundesrealgymnasium Lienz
1977-84 Studium an der Akademie der bildenden Künste, Wien
Meisterklasse Prof. Anton Lehmden
1984 Diplom für Malerei
Lehramtsprüfung für Bildnerische Erziehung und Geschichte

Ausstellungen und Ausstellungsbeteiligungen (Auswahl)

Erwachsenenbildungszentrum Lainz, Wien
Galerie Arcade, Mödling
Galerie Alsergrund, Wien
Galerie Forum West, Salzburg
Städtische Galerie, Lienz
Galerie Alte Schule, Matrei
Galerie Gaudens Pedit, Lienz-Peggetz
Galerie Holzer, Villach
Galerie H-Punkt, Klagenfurt
Städtische Galerie, Lienz
Galerie Prisma, Bozen (mit Joe Wandaller)

„Osttirol“, Galerie Gaudens Pedit, Lienz-Peggetz
“Lehmden und Schüler”, Städtische Galerie Lienz und Hilton Wien
„Woche der österreichischen Kunst 1993“, Kunsthalle Kirov, Russland
„Herz“, Galerie Rondula, Dölsach
„Wasser ist Leben“, Schloß Maretsch, Bozen
„Kunst im Mölltal“, Galerie de` Brette`r, Tresdorf
„Künstlersichten aus dem Nationalpark“, Tauernsaal Mallnitz
„Künstlersichten aus dem Nationalpark“, Naturhistorisches Museum Wien
„Künstlersichten aus dem Nationalpark“, Haus der Architektur, Klagenfurt

"Ausschnitte", Kunstwerkstatt Lienz

 

Zur Malerei:

Zunächst steht die Auseinandersetzung mit optischen Phänomenen, speziell der plastisch-räumlichen Wirkung durch den differenzierten Einsatz von Licht und Schatten im Vordergrund der Objekt-, Landschafts- und Figurserien. Dabei rückt im Speziellen die Wechselwirkung von innerer Struktur und äußerer künstlicher (Papier, Stoff) oder natürlicher (Schnee, Haut) Hüllen der Objekte und Figuren in den Mittelpunkt des Interesses.
Im weiteren Verfahren wird der Blick des Betrachters durch (meist geometrische) Aussparungen und das Abdecken bestimmter Bildteile mittels lasierender Farbschichten in ausgesuchte Regionen der Bildfläche geführt und „festgehalten“.
Mit zunehmendem räumlichen Abstand vom Bild gewinnen die formal-abstrakten Komponenten sprunghaft an Bedeutung und werden ein ebenbürtiger Teil des Seherlebnisses.

 

Mag. Rudolf Ingruber anlässlich der Vernissage der Ausstellung "Ausschnitte" im März 2007 in der Kunstwerkstatt Lienz:

"Das Wesen des neuzeitlichen Tafelbildes besteht u. a. darin, dass es jenen Ausschnitt aus der Wirklichkeit umgrenzt, den der Maler uns zu zeigen gewillt ist. Er ist gewöhnlich als ein Rechteck definiert, für das die Renaissance den Begriff des „Fensters zur Welt“ geprägt hat. Durch die Verschiebung des Rahmens kann der gezeigte Ausschnitt beliebig verändert werden. Damit entsteht Gewissheit, dass außerhalb der Rahmengrenzen die Wirklichkeit nicht einfach aufhört. Aber weder ist unser Gesichtsfeld von Natur aus rechteckig begrenzt, noch ergibt die Ansammlung von Daten innerhalb der Grenzen von Natur aus schon ein gutes Bild. Dazu bedarf es sorgfältiger Auswahl und Regie.

Anton Fercher verlässt die traditionellen Grenzen des Tafelbildes indem er den Ausschnitt einfach wörtlich nimmt. Nicht allein das Bildfeld gibt den Motiven ihren Rahmen sondern die Galerie. Die Inszenierung der Bilddaten im Raum berührt die Grenze dessen, was innerhalb der bildnerischen Ausdrucksmöglichkeiten als „Installation“ bezeichnet wird.

Fercher beschäftigt sich mit Formen, die in irgendeiner Weise allgemein vertraut sind. Die Motive sind zwar nicht bedeutungslos, denn immerhin beruhen sie auf sinnlichen Reizen, die sofort die Blicke auf sich ziehen und den zweiten Schritt der näheren Betrachtung erst veranlassen. Dabei ist die Steigerung des Raumes das manchmal verblüffende Ergebnis eines kalkulierten Spiels mit gegensätzlichen, ja für unvereinbar gehaltenen Möglichkeiten der Malerei."

 

Kontakt:

Anton Fercher
Lainach 123
9833 Rangersdorf

phone: 04822 /7183