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Begegnungen mit Anne Frank

Das Tagebuch des jüdischen Mädchens Anne Frank, das sich zwei Jahre lang in einem Hinterhaus in Amsterdam mit ihrer Familie vor den Nazis versteckt, verschleppt wird und kurz vor Kriegsende im KZ Bergen-Belsen stirbt, bewegte Generationen. Die Szenische Auseinandersetzung von Claus Tröger berührt durch das intensive Spiel von Petra Rohregger nicht minder, begeistert aber auch durch die gelungene Anknüpfung an die Gegenwart. Eine Produktion des Stadttheater Bruneck.

Karten verfügbar
Dienstag, den 06.März 2018 um 20:00 Uhr
Dienstag, den 06.März 2018 um 21:15 Uhr
Dienstag, den 06.März 2018 um 11:30 Uhr
Stadtkultur Lienz
ab 14
Festsaal des Gymnasium, Maximilanstraße
frei
€ 16 pro Person
€ 9 pro Person (SchülerInnen, StudentInnen, Präsenzdiener und Behinderte mit Ausweis)
€ 18 pro Person
€ 10 pro Person (SchülerInnen, StudentInnen, Präsenzdiener und Behinderte mit Ausweis)

Mehr als zwei Jahre gelang es Anne Frank und ihrer Familie, sich in einem Hinterhaus in der Amsterdamer Prinsengracht vor den Nationalsozialisten zu verstecken. Dann wurde die jüdische Familie verraten und von den Deutschen in verschiedene Konzentrationslager verschleppt.

Anne Frank starb 1945 in Bergen-Belsen an Typhus, nur wenige Wochen vor Kriegsende. Als einziger der Familie überlebte Annes Vater Otto die Shoa. Er war es, der nach dem Krieg Annes Wunsch erfüllte und ihr Tagebuch, das sie während ihrer Zeit im Versteck geführt hatte, als Buch herausgab. So wurde »Das Tagebuch der Anne Frank« zu einem der bedeutendsten und berührendsten Zeitdokumente über die Schrecken der Shoa.

Die bewegende und verstörende Geschichte der Anne Frank zeigt die Welt eines Teenagers, der innerhalb eines Sekundenbruchteils durch politische Entscheidungen vom normalen Mitbürger zum Vaterlandsverräter, zur nationalen Bedrohung und zur Ausgestoßenen wird.

Zum Unterschied von bisherigen szenischen Auseinandersetzungen versucht Claus Tröger mit diesem Text und seiner Umsetzung auf der Bühne den Bezug zur Gegenwart darzustellen. Es ist die Auseinandersetzung über die Zeitlosigkeit eines historischen Moments. Es ist der Versuch, Vergangenheit transparent zu gestalten, um sie einer gegenwärtigen Generation plausibel darzulegen. Es ist keine Zeigefinger-Penetranz und kein „Nicht-schon-wieder-dieses-Thema!“.

Es ist aber sehr wohl die Notwendigkeit, nicht deshalb schweigen zu wollen. „Theater, das so schlicht für jedermann begreiflich ist und wahrhaftig eine Wunde sichtbar macht, hat sich als ‚Zeittheater‘ ein Verdienst erworben.“

mit Petra Rohregger
Inszenierung und Tonauswahl: Claus Tröger
Tonschnitt: Jan M. Gasperi
Stimmen Tonband: Klaus Rohrmoser, Jim Parker, Horst Herrmann

Kartenreservierung

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