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Voodoo Jürgens

Seine musikalischen Vorbilder sind u.a. Bob Dylan, Leonard Cohen und Tom Waits. David Öllerer alias Voodoo Jürgens singt in der Sprache, die er spricht, in der er denkt. Mit seinem Debüt "Ansa Woar" (2016) sprang das Sprachrohr der Underdogs von null auf Platz 1 der heimischen Verkaufscharts. Auf dem brandneuen Album "S klane Glücksspiel" liefert er erneut morbide Milieuschilderungen.

Im Oktober 2020 kommt Voodoo Jürgens nach Lienz! Der Vorverkauf läuft.

Karten verfügbar
Freitag, den 16.Oktober 2020 um 20:00 Uhr
Freitag, den 16.Oktober 2020 um 21:45 Uhr
Freitag, den 16.Oktober 2020 um 11:00 Uhr
Stadtkultur Lienz
Festsaal Gymnasium
frei
€ 27 pro Person
€ 32 pro Person

Schmäh ohne: Als Ende 2016 „Ansa Woar“, das Debütalbum von Voodoo Jürgens, erschien, gab es Lobeshymnen und Top-Bewertungen. Gleichzeitig schrieben Journalisten, dass diese Musik nun aber wirklich zu österreichisch, zu raunzend, zu fordernd, letztlich auch zu „leiwand“ sei, um vom Erfolg der rund um diese Zeit durchstartenden und breitenwirksamen heimischen Acts zu träumen.

Es kam anders: „Ansa Woar“ stieg – als wohl erstes österreichisches Indie-Album überhaupt – von null auf eins in die Verkaufscharts ein, holte im Rekordtempo Gold-Status und sorgte selbst beim deutschen Nachbarn für volle Hallen und klingelnde Kassen. Und das eben ohne Anbiederung an Erfolgsformeln, ohne das Schielen auf Verkaufszahlen und Hörgewohnheiten. Mit klassischer Mundpropaganda.

Der Hype war berechtigt. „Ansa Woar“ entpuppte sich als einer der ganz großen Würfe der österreichischen Popgeschichte. Nach den seitdem verstrichenen Jahren war der Hunger nach neuem Voodoo-Material entsprechend groß. Hinter der langen Wartezeit verbarg sich keine Berechnung. Voodoo nahm sich die Zeit die es braucht, weil „auf muaß geht gar nix – es muaß sich ergeben“ wie er postulierte.

Längst steht ihm eine fantastisch eingespielte Band zur Seite, eine der besten des Landes, die „Ansa Panier“. Und längst ist er als Songwriter in die Liga eines Nino Mandl, also in den obersten Olymp kontemporären deutschsprachigen Liedermachertums, aufgestiegen. Voodoo Jürgens ist nun selbstbewusster, klarer und artikulierter. Weiß was er kann. Das hört man der neuen Platte an. Lässig serviert er Knaller wie den Titelsong und „Kumma ned“, die dem Album zu Beginn auch gleich einen thematischen roten Faden verleihen, der immer wieder locker aufgegriffen wird, sich aber auch gern mal verläuft, um ungeschliffenen Juwelen wie „2l Eistee“ ihren Platz zum Strahlen zu geben. „`S klane Glücksspiel“ gelingt das Kunststück, „Ansa Woar“ zu toppen. Die Deep cuts sind schöner, die Hymnen auf Underdogs und Scheitern ergreifender, die Hits geiler, der Schmäh schwärzer und das Gesamtwerk homogener, ausgereifter, aber auch farbenfroher und dabei zwingender. Große G’schichten aus dem kleinen Leben.

Achtung: Es gibt beim Konzert nur Stehplätze!

Kartenreservierung

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