Virtuelle Galerie

Lois Salcher

geboren 1951 in Lienz/Tirol
Studium der Malerei und Grafik an der Akademie für angewandte Kunst in Wien

Erster Preis der Landeshauptstadt Innsbruck für Malerei

Preis beim 19., 21., und 24. Österreichischen Grafikwettbewerb, Landesmuseum Ferdinandeum

 

Beteiligungen u. Ausstellungen u. a.:

2007   „...und manchmal grün“, Galerie Schloss Landeck (Personale)
„Grenzziehungen“, Kunstpavillon Innsbruck, Tirol
„Tiroler Ansichten“, Museum Rohnerhaus, Lauterach (Katalog)
2006   Internationaler Kunstpreis „Premio internationale di Pittura di Laives“, Italien (Katalog)
2005   „Im Anfang war es...“, Theologische Fakultät d. Universität Innsbruck (Personale)
„Sonnenregen“, Kunstraum Mitterhofer, San Candido, Italien (Personale)
2004   „Überblick“, Galerie für aktuelle Kunst Wolfgang Exner, Wien
2002   „questo silenzio“, Galerie Prisma, Bozen, Italien (Personale)
2001   Kunstpreis der Stadt Ternitz, Galerie im alten Herrenhaus
2001   „Summertime“, Galerie Goldener Engl, Hall in Tirol (Personale)
2001   „Zeichnungen“, Kunstwerkstatt Lienz (Personale)
2000   „MILLENIUM“, RLB-Kunstbrücke Innsbruck (Katalog u. Kalender)
„Nah am Rot“,Kunstpavillon Innsbruck (Personale mit Katalog)
1999   „APOCALYPSE NOW“, Stift Wilten, Innsbruck (Katalog)
„Zögernde Spuren“, Inngalerie Kufstein (Personale)
1998   „Collezione tirolo“, Convento San Michele, Rom (Katalog)
“DIESSEITS-JENSEITS”, Augustinermuseum Rattenberg, Tirol (Katalog)
1996   “Rosenheim retour”, Stadtgalerie Rosenheim, Deutschland (Kat.)
„EUR ART“, Castello di Gorizia, Italien (Katalog)
“arttirol II”, Taxisgalerie Innsbruck (Katalog)
“Kunstpreis Herz Jesu”, Stift Wilten Innsbruck (Katalog)
1995   „Österr. Grafikwettbewerb“ Landesmuseum Innsbruck, Walterhaus Bozen (Katalog)
1992   „Anlässlich Stefan Zweig“, Traklhaus Salzburg (Katalog)
1991   „Zeichen der Zeit“, Museum Schloss Bruck, Lienz (Personale)
Kunstwettbewerb Firma Schenker ART-Trans, Innsbruck (Hauptpreis)
1990   „TRANSIT“, Künstlerforum Bonn, Deutschland (Katalog)
„Wider-Schein“, Tiroler Landesmuseum Ferdinandeum Innsbruck (Katalog)
„Chromgelb hell“, Kunstpavillon Innsbruck (Personale)
1988   „Österr. Grafikwettbewerb“, Landesmuseum Innsbruck, Museum f. Moderne Kunst
Bozen, Künstlerhaus Bregenz, Landesmuseum Klagenfurt (Katalog)
„Norbert C. Kaser Gedenkpreis“, Ragenhaus Bruneck (Preis für Grafik)
1987   „Painted installation“, Stadtgalerie Lienz (Personale)
1985   „Konfrontation mit Landschaft“, Universität Innsbruck (Katalog)
1984   „Österr. Grafikwettbewerb“ Landesmuseum Innsbruck (Katalog)
1983   „CORRIERE DELLA SERA“, Galerie Thaddäus Ropac (Personale)

 

Werke befinden sich u. a. in:

Grafische Sammlung ALBERTINA Wien
Ministerium für Kunst Wien
Sammlung der Stadt Wien
Stadt Innsbruck
Sammlung Stiftung Dr. Klocker Innsbruck
Landesmuseum Ferdinandeum Innsbruck
Museum Schloss Bruck Lienz

 

LOIS SALCHERS Kunst streckt ihre Wurzeln zumindest bis in die romantische Landschaftsmalerei aus und hat bis heute ihren Bezug zu einer unmittelbaren Anschauung der Natur nicht preisgegeben. Eine konsequente Reinigung des Gesehenen von allen Zufälligkeiten, die Reduktion, verstanden nicht als Vereinfachung sondern als Rückführung auf das Wesentliche, hat zu den hier gezeigten Figurationen geführt.

Lois Salcher selbst nennt seine Arbeitsweise einen Dialog mit den Farben, die anstelle von abgebildeten Gegenständen der sichtbaren Außenwelt zu Hauptakteuren seiner Bilder erhoben werden.

In dem Maße, als der Maler Lois Salcher seine Liebe zur reinen Farbe entdeckt, erkennt er auch seine Unabhängigkeit vom unmittelbaren Naturvorbild. Farbe ist an einen Träger gebunden, an das Farbpigment, und wird, versetzt mit dem Malmittel (Eitempera), im Malprozess sichtbar gemacht.

Lois Salchers malerisches Können äußert sich nicht im Grandiosen und Spektakulären, sondern im Gespür für die leisen Töne, die feinen Nuancen, in der scharfen Beobachtung des Verborgenen und Hintergründigen – dessen, was scheinbar immer schon da ist, aber nur dann ans Licht gelangt, wenn es durch einen großen Künstler wahrgenommen und beseelt wird.

Rudolf Ingruber


In seiner stillen, introvertierten Kunst zelebriert der Lienzer Lois Salcher Naturempfinden in scheinbar monochromer Farbigkeit.

Es sind unübersehbar Bilder einer Seele, die sich in den auf die Grundfarben der Natur reduzierten Arbeiten von Lois Salcher widerspiegeln.
Ein zartes Frühlingsgrün, ein sommerliches Korngelb, ein herbstlich tiefes Rot, sattes Ackerbraun, jeweils mit ordnenden Verschattungen, die Spuren von Rhythmus und Zeit in sich bergend, folgen sie Tagträumen, sind es Reflexionen von Empfindungen unter dem Eindruck einer allmächtigen Natur.

Wie die Natur das ist, was man von sich sieht, so ist sie auch der Raum des subjektiven Empfindens. Wenn Lois Salcher diese unberührten Räume betritt, sie für die absehbare Zeit des Malaktes für sich in Anspruch nimmt, so tut er es in der Hoffnung , vielleicht jene Schwelle zu überschreiten und in jenen Bereich vorzudringen, der sich einer analogen, abbildhaften Darstellung entziehen muss.

Es ist ein assoziierendes und zugleich abstrahierendes Sehen, das Lois Salcher dem Betrachter mit seinen lasierend aufgetragenen Arbeiten auf Papier vor Augen führt.
Ruhig, in sich geschlossen und zugleich ausufernd, sind die Gedanken stets auf das Hier und Anderswo, auf das Endliche und Unendliche, auf das Ich und seinen Platz in der Welt gerichtet.

M. Hauser, Juni 2007

 


 

Alle Bilder: Aus der Serie: "Wo die Frühe beginnt", Lois Salcher, Aquarell auf Papier